Miriam Akkermann (1978)
promovierte Musikwissenschaftlerin, Klangkünstlerin. Wissenschaftlich arbeitet sie zu Computermusik, Mixed Music und Improvisation sowie mit dem Konzept historisch informierter Aufführungspraxis. Künstlerisch ist sie im Bereich Klangkunst sowie als Musikerin (Querflöte/Live Elektronik) tätig. Ihre Arbeiten wurden auf internationalen Konferenzen und Festivals gezeigt, so u. a. auf den Konferenzen ICMC und EMS, Imatronic Festival, EMU Festival Rom, Monaco Electroacoustique Festival und der Art Copenhagen. Derzeit lehrt sie an der Universität Bayreuth an der Medienwissenschaft. Seit 2015 ist sie Mitglied der Jungen Akademie. http://www.miriam-akkermann.de Alexandre Babel, Schlagzeuger, Perkussionist und Komponist. Er ist sowohl in der zeitgenössischen Musik als auch in der experimentellen Musik aktiv. Mitglied des KNM – Kammerensemble Neue Musik Berlin, konzertiert als Gast bei dem Ensemble Modern, dem Schlagquartett Köln, dem Ensemble Musikfabrik. Er arbeitet mit Komponisten wie Dmitri Kourlianski, Enno Poppe, Michael Wertmüller und Pierre Jodlowski zusammen sowie mit Musikern wie Nicolas Field, Keiji Haino, Jacques Demierre, Otomo Yoshihide, Anthony Pateras, Theo Nabicht, Hans Koch, Mio Chareteau und Gaudenz Badrutt. Er tritt als Solist und Ensemblemusiker weltweit auf und seine Kompositionen für Schlagzeug wurden aufgeführt bei Eyedrum in Atlanta, der Oberlin University und dem Festival Archipel in Genf. Er lehrt und leitet das Festival Batteries! in Genf. Markus Bongartz, Komponist. Bongartz schreibt für große und inhomogene Besetzungen, komponiert Solostücke, Werke für Instrumente und experimentiert mit computer-generiertem Zuspiel. Er ist offen für interdisziplinäres Arbeiten und begrüßt die Begegnung der Neuen Musik mit anderen Kunstformen und Medien. Zusammenarbeit mit zahlreichen Ensembles und Interpreten im In- und Ausland, u. a. dem Ensemble L’Itinéraire, dem NDR Sinfonieorchester und dem Deutschen Sinfonieorchester Berlin, der Geigerin Hae Sun Kang und der Perkussionistin Sabrina Ma. Ludger Brümmer, Komponist, Leiter des Instituts für Musik und Akustik am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie. Im Zentrum seiner Musik steht die Verwendung des Computers als künstlerisches Mittel zur Komposition und elektronischen Klangerzeugung. Zugleich realisierte Brümmer eine Reihe von multimedialeninterdisziplinären Projekten sowie experimentell-musikalische Arbeiten. Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Preise und Auszeichnungen für Kompositionen, Raumklangprojekte, multimediale Klanginstallationen: u. a. Busoni Preis der Akademie der Bildenden Künste Berlin, Goldene Nica des Prix Ars Electronica, zweimal Pierre d’Or beim Wettbewerb für elektronische Musik in Bourges, Larry Austin Preis der ICMA San Francisco. http://zkm.de/person/ludger-bruemmer
Alberto de Campo (1964)
experimenteller Musiker, Komponist und Künstler, der mit
elektronischen und algorithmischen Mitteln arbeitet. Er spielt solo, in Gruppen wie Trio
Brachiale, Kairos Theory, powerbooks_unplugged, _NextPowerOfN, und arbeitet mit Florian
Hecker, Marcus Schmickler, Mario de Vega, Julian Rohrhuber, u. v. a. Seine
Forschungsinteressen umfassen Instrumentendesign, audiovisuelle Performance und
Improvisation mit komplexen Systemen sowie Sonifikation für wissenschaftliche und
künstlerische Kontexte. Er präsentiert seine Arbeiten, Vorträge und Workshops auf
internationalen Festivals und Konferenzen wie NIME, Sonar+D, VIVO u. a. Seit 2009 ist de
Biografien 2
Campo Professor für Generative Kunst / Computational Art an der Universität der Künste
Berlin.
Werner Cee (1953)
ist Klangkünstler und Komponist. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf Sound Art, radiophoner Komposition, Ars Acustica und elektroakustischen Werken. Hinzu kommen Live-Musik-Projekte und Ausstellungen. Er realisiert Arbeiten im Medienkunstbereich, großformatige räumliche Klanginszenierungen und Lichtinstallationen, die eine Verbindung von visuellen und akustischen Medien herstellen. Dabei bleibt die Ästhetik seiner Werke immer von der Nähe zur Malerei beeinflusst. Cee erhielt viele internationale Auszeichnungen und Stipendien, darunter den Prix Italia und den Deutschen Klangkunstpreis. wernercee.de Mio Chareteau, Performance- und Klangkünstlerin. Die schweizerische Künstlerin französisch-japanischen Ursprungs arbeitet sowohl als Performance- und Klangkünstlerin im Bereich zeitgenössischer Kunst als auch in performativen Grenzbereichen. Parallel zu ihren Performances, die aus der Sicht der Künstlerin als theoretische Akte betrachtet werden können, untersucht sie die Möglichkeiten von Notation in der Kunst. In ihrem Essay „Play a Piece Under my Name“ (2010) vergleicht sie verschiedene Arten der Übertragung von Informationen zwischen Autor und Darsteller, insbesondere in der graphischen und verbalen Notation von 1950 bis 1960 in Europa und in den USA. Preisträgerin des Prix Neumann und des Swiss Art Award, 2011. Biennale Deformes in Chile (2010), Bâtiment d’Art Contemporain in Genf (2011), documenta(13) in Kassel (2012), Performance Art Awards (2014). www.miochareteau.com Ricardo Climent (1965), Komponist, Professor für Interactive Music Composition an der University of Manchester, UK, Direktor des NOVARS Research Centre und Leiter des Fachbereichs Komposition. Forschung zu kompositorischen Anwendungen von Klang im
Computerspiel von Physik-Engine und grafischer Engine. Dabei verwandte er „the Aural“,
das Hörbare, als Hauptquelle von Navigation und Sonifikation. Dozent am Sonic Arts
Research Centre, Belfast, Resident Composer des JOGV Orchestra in Spanien, UnescoAschberg Stipendiat am Conservatorio of Morelia in Mexico, sowie bei Sonology – Kunitachi
College of Music, Tokyo; LEA labs am Conservatorio Valencia; the Cushendall Tower – In
you we trust; Northern Ireland, at CARA – Celebrating Arts in rural Areas, cross-border
Ireland, N.K. Berlin und bei the Push Festival, Schweden.
electro-acoustic.com; game-audio.org; www.novars.manchester.ac.uk
Roland Dahinden (1962)
Posaunist, Komponist. Studien in Posaune und Komposition an der Musikhochschule Graz (Georg F. Haas), Scuola di Musica di Fiesole Florenz (Vinko Globokar), Wesleyan University Connecticut (Anthony Braxton, Alvin Lucier; M.A.) und Birmingham University England (Vic Hoyland; PhD). Als Komponist gilt sein spezielles Interesse der interdisziplinären Zusammenarbeit mit bildenden KünstlerInnen (Inge Dick, Sol LeWitt etc.); konzertante Werke, Klanginstallationen und -skulpturen. Als Posaunist konzentriert er sich auf die Neue Musik und die Improvisation/Jazz (Uraufführungen von Peter Ablinger, Maria de Alvear, Anthony Braxton, John Cage, Bernhard Lang, Alvin Lucier, Christian Wolff etc.). CD-Einspielungen u. a. für hatART Basel, Leo Records London, Lovely Music New York, Mode Records New York, Braxton House New York, Black Saint Milano, World Music Köln, Col Legno Wien. www.roland-dahinden.ch Biografien 3 Luc Döbereiner, Forscher und Komponist. Er komponiert instrumentale und elektronische Musik und entwirft Klanginstallationen. Nach einem Studium am Institute of Sonology in Den Haag promovierte er an der Kunstuniversität Graz. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit Kompositionsmodellen und erforscht die Verhältnisse von Materialität und Idealität von Klang in musikalischer Komposition. Gastdozent an der Universität der Künste Bern und visiting researcher am Centre for Research in New Music der University of Huddersfield. http://www.doebereiner.org/ Florian Dombois (1966 in Berlin), Künstler. Er beschäftigt sich mit Zeit und Skalierung,
Landformen, Labilitäten und tektonischer Aktivität. Er studierte Geophysik und Philosophie
in Berlin, Kiel und Hawaii und promovierte zur Frage „Was ist ein Erdbeben?“. 2003–2011
war er Gründungsdirektor des Instituts Y an der Hochschule der Künste Bern. Seit 2011 ist er
Professor an der Zürcher Hochschule der Künste. Dombois hatte zahlreiche Lehraufträge und
Gastprofessuren in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Skandinavien, Großbritannien,
Kuba und den USA. 2010 erhielt er den Deutschen Klangkunstpreis. Er war Gastkünstler u. a.
2011 am MIT Cambridge und 2012–2013 am Collegium Helveticum in Zürich. 2017
bespielte er den Research Pavilion in Venedig.
http://floriandombois.net
Christina Dörfling (1990)
Medienwissenschaftlerin. Ihre Forschung bewegt sich in den Grenzgebieten von Musik- und Medienwissenschaft und fokussiert die genealogischen Interferenzen von Medientechniken der Klangerzeugung und denen drahtloser Informationsübertragung. Nach dem Studium der Musik-, Medien- und Geschichtswissenschaft an der Humboldt Universität zu Berlin arbeitet sie seit 2015 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“ an der UdK Berlin zu Ihrem Promotionsprojekt über die Entwicklung des elektrischen Schwingkreis (1800–1930). Motiviert von einem medienarchäologischen Ansatz und interessiert an Fragen medialer Epistemologien besteht ein Teil ihrer Arbeit im eigenhändigen Bau schwingkreisinhärenter Apparate wie Radio, Theremin und Terpsiton. Arnold Dreyblatt (1953 in New York), Medienkünstler und Komponist. 2007 wurde
Dreyblatt zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin gewählt. Er ist Professor für Medien
Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Als Minimalist der zweiten Generation der
New Yorker Minimal Composer studierte Dreyblatt Musik bei Pauline Oliveros, La Monte
Young und Alvin Lucier sowie Medienkunst bei Woody und Steina Vasulka. Er ko-kuratiert
Ausstellungen wie Terry Fox: Elemental Gestures an der Akademie der Künste Berlin, die
danach durch Europa tourte. Zahlreiche Aufträge und Preise, u. a. von der Foundation for
Contemporary Performance Arts in New York, und eine Künstlerresidenz am Center for Arts,
Science and Technology, MIT in Boston.
http://www.dreyblatt.net/
Gesa Finke
promovierte Musikwissenschaftlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gender
Studies und musikalische Grafik. Derzeit verfolgt sie ein Habilitationsprojekt mit dem Thema
„Die Partitur als intermediales Phänomen im 20. Jahrhundert“. Mitarbeit im
Forschungsprojekt History|Herstory – Symmetrische Musikgeschichte an der HfMT Köln bei
Prof. Dr. Annette Kreutziger-Herr. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Carl von Ossietzky
Universität Oldenburg bei Prof. Dr. Melanie Unseld, Promotion 2012 mit dem Titel
Constanze Mozart als Nachlassverwalterin. Derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am
Forschungszentrum Musik und Gender (fmg) der HMTM Hannover.
https://www.fmg.hmtm-hannover.de/de/personen/personen/dr-gesa-finke/
Biografien 4
Terry Fox (1943 in Seattle – 2008 in Köln)
war einer der Wegbereiter der amerikanischen
Body Art und Konzeptkunst. Weltweit bekannt wurde er in den 1970er Jahren mit
Performances und Installationen, die Transformationsprozesse von Materialien zum
Ausgangspunkt nahmen und den eigenen Körper als Medium von psychischen und
physischen Grenzerfahrungen nutzten. Mit seiner lebenslangen, innovativen Erforschung des
Klangs im Raum gehört er auch zu den Pionieren und Impulsgebern der modernen Sound Art.
www.recalling-terryfox.de
Marcus Gammel (1975)
Hörfunkdramaturg. Er studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Humboldt Universität Berlin, der New York University und der Université Paris IV (Sorbonne). Anschließend arbeitete er als Musikjournalist, Dramaturg und Radiomacher. Seit 2009 betreut er den Klangkunst-Sendeplatz von Deutschlandradio / Deutschlandfunk Kultur. Seit 2013 ist er Koordinator der EURORADIO Ars Acustica Group. Seit 2016 leitet er die Abteilung „Radiokunst“ von Deutschlandfunk Kultur. Eliza Goldox, konzeptionelle Medienkünstlerin und Projektinitiatorin. Die Untersuchung von kollektivem Verhalten und dessen Dynamik sowie der psychologischen Wirkung von virtueller Realität steht im Vordergrund ihrer derzeitigen Recherche und darauf basierenden Praxis. Die Arbeiten sind multi-medial durch den Einsatz von Installation, Performance, Sound und Video. Interventionen und Installationen in natürlichen und öffentlichen Räumen verschiedener kultureller Kontexte ist eine ihrer Hauptintentionen, als Werkzeug für Aktion, Interaktion und Recherche. www.goldoxstudio.com
Jasmine Guffond (1972)
Klangkünstlerin und Komponistin. Sie arbeitet im Bereich
elektronischer Komposition zwischen Musik und Klangkunst. Dabei integriert sie
Performance, Aufnahme-Praxis und die Kapazität von Klanginstallationen Ortspezifität zu
hinterfragen. Durch die Sonifikation von Daten adressiert sie das Potenzial von Klang,
aktuelle, politische Fragen aufzuwerfen. Ihre Installationen wurden international gezeigt und sie ist auf diversen Musik- und Medienkunstfestivals aufgetreten. CD- und
Schallplattenaufnahmen wurden bei Staubgold, Monika Enterprise und Sonic Pieces verlegt.
2016 erhielt sie das Arbeitstipendien für Neue Musik und Klangkunst des Berliner Senats.
http://www.jasmineguffond.com/
Martin Hachmann (1977)
bildender Künstler und Komponist. Er arbeitet vorwiegend mit Klang, Licht und Gesellschaftsfetzen. Seine installativen Klangskulpturen ermöglichen ein Erforschen der Schwelle zwischen sozialen Wirklichkeitskonzepten und individuellen, auditiven Wahrnehmungsszenarien. Martin Hachmann schafft mit seinen vermeintlich banalen Objekten unter anderem von Fluxus und Geräuschmusik inspirierte, komplexe Momente, die zufällig, aber nicht beliebig, da durch kompositorische Vorgaben eingegrenzt, eine Fokussierung auf die stets bestehende Option der Reduktion, der Strukturierung, auf die Kategorisierung von Klang erfahrbar machen. Noise ist somit immer eine Entscheidung, die getroffen werden muss. http://247bum.com/
Michael Harenberg
Musik- und Medienwissenschaftler, Komponist. Studierte systematische Musikwissenschaft und Komposition. Medienwissenschaftliche Promotion zum Thema „Virtuelle Instrumente im akustischen Cyberspace. Poietische Dimensionen musikalischer Medialität“. Arbeitsschwerpunkte sind digitale Soundculture, experimentelle Interfaces, kompositorische Virtualitätsmodelle des Digitalen, elektroakustische Musik im Rahmen instrumentaler und installativer Settings. Mitglied in verschiedenen Improvisations- Biografien 5 und Kompositionsensembles mit internationaler Konzerttätigkeit. Harenberg ist Dozent für Musikalische Gestaltung und Medientheorie sowie Leiter des Studiengangs Musik und Medienkunst an der Hochschule der Künste Bern. Holger Heissmeyer, Medienkünstler. Er arbeitet im Bereich digitale Medien und interaktive Installation mit einem Schwerpunkt auf der Formung und Verformung interpersonaler Kommunikation durch Technologie. Seine Arbeiten sind immer orts- und kontextbezogen. Er hat verschiedene Projekte mit dem Urban Games Kollektiv Invisible Playground durchgeführt, deren Ziel war, dass die Teilnehmenden durch die Erfahrung ihre Selbstwahrnehmung und ihre Wahrnehmung der Stadtumgebung neu perspektivierten. Er studierte Psychologie und hat mit Filmen und Körpern gearbeitet. http://intergestalt.info/
Thomas Hermann
promovierter Physiker. Er ist Leiter der Forschungsgruppe Ambient Intelligence im Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) an der Universität Bielefeld. Sein Forschungsgebiet umfasst Sonifikation, Auditive Displays, Umgebungsintelligenz (Ambient Intelligence), greifbare Nutzerschnittstellen und Assistenzsysteme im Bereich des Smarthomes. Er ist Begründer der seit 2004 dreijährig stattfindenden Workshops zur Interaktiven Sonifikation, Herausgeber mehrerer Sonderausgaben zum Thema sowie des Sonification Handbook. In Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur begleitet und gestaltet er die Reihe Sonarisationen koordinierend aus wissenschaftlicher Perspektive. https://cit-ec.de/en/users/thermann
Arnau Horta
unabhängiger Kurator spezialisiert in Klang- und Multimediakunst. Zusammenarbeit mit Institutionen wie Museum of Contemporary Art of Barcelona (MACBA), Sónar Festival of Advanced Music and Multimedia Art, CosmoCaixa, CaixaForum, La Casa Encendida und Fostering Arts and Design (FAD). Er lehrt am IstitutoEuropeo di Design: IED und ist Autor der wöchentlichen Beilage Babelia (El País). Horta hat einen Abschluss in Medienwissenschaften, MA in Theorie und Ästhetik zeitgenössischer Kunst und MA in Zeitgenössischer Philosophie. Derzeit ist er Doktorand im Bereich Philosophie und Mitorganisator von KLAS – Knowledge Link through Art and Science, dem Künstlerprogramm zweier Max-Planck-Institute. Martin Iddon (1975), Komponist und Musikwissenschaftler. Seine Kompositionen wurden
in Amerika, Europa und Australasien aufgeführt, u. a. von Distractfold, Ensemble Interface,
Ensemble SurPlus, Jeffrey Gavett, Kairos Quartett, Heather Roche, Eva Zöllner und 175 East.
Eine Portrait-CD, pneuma, erschien 2014 bei Another Timbre. Iddon ist Professor of Music
and Aesthetics an der University of Leeds in Großbritannien.
http://www.martiniddon.com/
Kairos Quartett (Wolfgang Bender, Stefan Häussler • Violinen, Simone Heilgendorff •
Viola, Claudius von Wrochem • Violoncello).
Das in Berlin ansässige Kairos Quartett widmet
sich seit seiner Gründung 1996 vornehmlich der Musik des ausgehenden 20. und des 21.
Jahrhunderts. Richtungsweisende Kompositionen nach 1950 und Uraufführungen stehen im
Mittelpunkt; hierzu gehören die Traditionslinien europäischer Musik ebenso wie die anderer
Kulturen (etwa Fernost) oder Kompositionen, die weitere Medien wie Elektronik, Video,
Sprache oder Szene einsetzen. Die Sorgfalt in der Auswahl von Stücken und
Zusammenstellung von Programmen reicht beim Kairos Quartett bis hin zur
Kuratorentätigkeit, z. B. bei seiner Gesprächskonzertreihe Fünf Fenster auf Musik für
Streichquartett seit 1950, die 2001/02 in der Kulturbrauerei Berlin mit einigen namhaften
Biografien 6
Komponisten (u. a. Ferneyhough, Lachenmann, Haas und Lucier)
stattfand und die ebenso wie die internationale Kooperation On the Sound Path 2013 (London, Assisi, Berlin) vom Hauptstadtkulturfonds ermöglicht wurde. Kommunikative Offenheit ist Programm: Es wird der enge Kontakt zu Komponisten in aller Welt entwickelt und ihre Kompositionen ohne Ansehen der Person einstudiert. Durch Workshops und erweiterte Konzertformen bis hin zu Publikumsbeteiligung pflegt das Quartett die Nähe zum Publikum und zu Musikstudierenden.
Workshops und Seminare zur Neuen Musik und ihren Spieltechniken oder verwandten
Themen präsentierte das Kairos Quartett bisher an Musikhochschulen und im Rahmen von
Festivals in Deutschland, Mexiko, Österreich, Norwegen, Polen und der Schweiz. Seine
zahlreichen Auftritte führten das Kairos Quartett mehrfach zu den Internationalen
Ferienkursen in Darmstadt sowie zu renommierten Festivals wie den Berliner Festwochen,
Cervantino, Eclat, Festival d’Automne, Huddersfield, Salzburger Festspiele, Warschauer
Herbst und Wien Modern. Neben dem deutschsprachigen Raum konzertierte das Kairos
Quartett in Belgien, Dänemark, Frankreich, Finnland, Großbritannien, Italien, Mexiko, den
Niederlanden, Norwegen, Polen, Russland, der Schweiz, Slowenien, in der Ukraine und auf
Zypern.
Mit dem Kairos Quartett erhielt 2001 erstmals ein Ensemble das Stipendium der Akademie
Schloß Solitude (Stuttgart). Konzertreisen ins Ausland wurden mehrfach von der E. v.
Siemens Stiftung finanziert. Die CDs des Kairos Quartett wurden vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Zu den zahlreichen musikalischkünstlerischen Partnern des Quartetts gehören Angelika Luz, Dietrich Henschel, Mayumi Miyata, Valeri Scherstjanoi, Michael Lentz, Martina Gedeck, das Schlagquartett Köln und die Vokalsolisten des SWR. http://www.kairosquartett.de
Sukandar Kartadinata
Gitarrist und Instrumentenbauer. Nach dem Studium der klassischen
Gitarre wechselte Kartadinata zur elektrischen Gitarre. Mit Liz Allbee bildet er das Duo
Ganzfeld, das mittels Transducern (Schallwandlern) Räume klanglich aktiviert. Das Duo mit
Axel Dörner, IMD, hingegen sucht die Balance zwischen akustischen Klängen und
sensorgesteuerter Echtzeit-Synthese. Mit dem Pianisten Reinhold Friedl arbeitet er am „NeoBechstein“. Kartadinata hat als Instrumentenbauer zahlreichen MusikerInnen der Berliner
Experimental-Szene bei der Entwicklung besonderer technischer Lösungen geholfen und für
sie spezielle Instrumente entworfen (z. B. Robin Hayward, Axel Dörner). 1992 bis 1996
arbeitete Kartadinata am STEIM in Amsterdam, u. a. für Kaffe Matthews. Seit 2015 ist er
Mitglied des „Bicrophonic Research Institute“ in London.
http://sukandar.de/; www.glui.de
Hildegard Kleeb
Pianistin für Neue Musik, Improvisatorin. Klavierstudien in Zürich, bei
Claude Helffer in Paris und bei Jürg Wyttenbach in Basel. 1990 visiting scholar an der
Akademie für Bildende Kunst, Helsinki; Aufenthalt in London. 1992–95 Aufenthalt an der
Wesleyan University, Connecticut. Uraufführungen u. a. von Peter Ablinger, Maria de
Alvear, Anthony Braxton, John Cage, Roland Dahinden, Hauke Harder, Bernhard Lang,
Alvin Lucier, Christian Wolff. CD-Einspielungen u. a. für hatART Basel, Leo Records
London, Lovely Music New York, Mode Records New York, World Music Köln.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Bildenden Künstlern, Tänzern, Architekten und
Literaten wie Inge Dick, Margret Kreidl, Dorothea Rust, Morger&Degelo. CD u. a.: STONES
Dahinden-Kleeb bei hatOLOGY www.hildegard-kleeb.ch
Julian Klein
Regisseur und Komponist. Experimentelles Theater, Schauspiel, Radio,
Performance, Installation. Mitglied der Gruppe a rose is und Gründungsmitglied der Society
Biografien 7 of Artistic Research. Arbeitet vor allem in Projekten künstlerischer Forschung, auch interdisziplinär, beispielsweise als Gastwissenschaftler am Institut für Biologie (Verhaltensund Neurobiologie) der Freien Universität Berlin. Projekte u. a. für DeutschlandRadio Berlin, Göttinger Symphonie Orchester, Niedersächsisches Staatstheater Hannover, Berliner Festspiele MaerzMusik, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, Hebbel am Ufer Berlin, Staatsoper Stuttgart, Museum für Naturkunde Berlin. Lehrt an der Universität der Künste Berlin Regie. http://www.julianklein.de
Johannes Kreidler (1980)
Komponist, Konzept- und Medienkünstler. Er studierte in Freiburg und Den Haag Komposition, Elektronische Musik und Musiktheorie, unterrichtet an der Musikhochschule Hamburg. Kranichsteiner Musikpreis 2012. Aufführungen u. a. bei den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, den Darmstädter Ferienkursen, Ultraschall Berlin, Eclat Stuttgart, dem Ultima Festival Oslo, Musica Strasbourg, der Gaudeamus Music Week und dem Huddersfield Contemporary Music Festival. www.kreidler-net.de Alvin Lucier (1931 in Nashua, New Hampshire), Komponist. Nach einem Studium in Yale
und an der Brandeis University sowie einem zweijährigen Rom-Aufenthalt als FulbrightStipendiat, lehrte Lucier bis 2011 an der Brandeis University und der Wesleyan University. Mit seinen Kompositionen und Klanginstallationen prägte er die experimentelle Musik nachhaltig. Zu seinen Auszeichnungen gehören der Lifetime Achievement Award der Society for Electro-Acoustic Music und ein Ehrendoktor der Künste der University of Plymouth, England. Im Verlag der Wesleyan University erschienen seine beiden Bücher Chambers, Scores and Interviews, with Douglas Simon (1980) und Music109: Notes on Experimental Music (2012). Seine Verbalpartituren sind auf Deutsch und Englisch im Verlag MusikTexte erschienen: Reflexionen/Reflexions (1995, 2005). Seine Partituren werden bei Material Press verlegt. http://alucier.web.wesleyan.edu/
Tomoko Mio (Nakasato)
zeitgenössische Tänzerin und Choreografin. Sie begann ihre
Karriere in den 1990er Jahren in Japan als Hip-Hop Streetdancer und nahm Unterricht in
zeitgenössischem Tanz und klassischem Ballett. Tanzprojekte mit dem Musiker traditioneller
japanischer Musik Hutoshi Ikabe in Japan und in Berlin Mitglied der Performance Gruppe
JINN aus interdisziplinären Künstlern, die gemeinsam Tanzperformances mit Raumbezug,
Design, Musik und Fotografie entwickeln. Improvisationen zu elektronischer und Noise
Musik. Zusammenarbeit mit Ilpo Väisänen (Pan Sonic, Angel), Dirk Dresselhaus (Schneider
TM, Angel etc.), Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten), Damo Suzuki (ex-Can), Clara Hill
und Takehito Koganezawa (Art/Video), Frank Bretschneider (Raster-Noton), Marcello
Lussana u. a.
http://tomokomio.com
Falk Morawitz (1988)
Komponist. Am Novars Forschungszentrum für Klangkunst und Musikkomposition in Manchester untersucht Falk das Thema molekulare Sonifikation – die Verklanglichung atomarer Vibrationen – als innovative Klangquelle in der elektroakustischen Musikkomposition. Diese Forschungenung bringen neben rein ästhetischen Kreationen auch Arbeiten über politische und ökologische Herausforderungen hervor, wie z. B. Klimaerwärmung, die Verschmutzung der Weltmeere oder die Flüchtlingskrise. Sein Portfolio beinhaltet akusmatische Kompositionen, audiovisuelle Arbeiten, Klangkunst sowie Werke für virtuelle Realitäten. Seine Arbeiten wurden u. a. auf der International Computer Biografien 8 Music Conference 2016 (Utrecht), dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM, Karlsruhe), Engine Room (London) oder auch Laboratory (Spokane, USA) präsentiert. www.soundcloud.com/falk-morawitz Knut Müller (1963), Komponist, Maler/Grafiker, Computerkünstler. Von 1984–93 studierte er Malerei/Grafik mit Aufbaustudium an der HGB Leipzig. Daran an schloss sich ein
Kompositionsunterricht bei Steffen Schleiermacher und ein Zusatzstudium „Elektronische
Musik“ an der Hochschule für Musik Dresden bei Wilfried Jentzsch an. Seine Kompositionen
wurden in mehreren Ländern Europas aufgeführt. Interpreten seiner Werke waren u. a.
Ensemble Modern, Ensemble Avantgarde, Kairos Quartett und Pellegrini Quartett. Er hat
Preise bei Kompositionswettbewerben in Lugano und Klagenfurt gewonnen und erhielt u. a.
Stipendien der Stiftung Kulturfonds Berlin, der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik
Darmstadt, des GNM – Nachwuchsforums Frankfurt und des VCCA Mt. San Angelo / USA.
http://www.mueller-knut.de
Rodrigo Perez-Garcia, Chemiker.
Er interessiert sich für die Berührungspunkte von Kunst
und Wissenschaft, insbesondere innerhalb von Nanotechnologie und Erneuerbaren Energien,
Grenzflächenphänomenen, Musik, Kunst und Literatur. Zur Zeit arbeitet er am Max-PlanckInstitut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam. Er hat einen Abschluss als Erasmus Mundus Master in Theoretischer Chemie und Computational Modelling
(Niederlande, Italien) und bereits mehrere Forschungsaufenthalte in Bristol (UK), Ispra
(Italien) und Kyoto (Japan) absolviert. Als Mitbegründer von Polyhedra (www.polyhedra.eu)
koordiniert und organisiert Rodrigo multidisziplinäre Projekte wie KLAS – Knowledge Link
through Art and Science, dem Künstlerprogramm zweier Max-Planck-Institute, die
Verbindungen zwischen lokalen Gegebenheiten und globalen Kulturen herstellen.
Andrea Polli, Umweltkünstlerin. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft
und Technologie. Ihre interdisziplinäre Forschung wurde im Rahmen von Kunst im
öffentlichen Raum, als installative Medienkunst, als Projekte mit Bürgerbeteiligung,
Peformances, in den Medien, als Mobiltelefon- und geolokative Anwendungen, in
Publikationen sowie durch ihre kuratorische Tätigkeit und die Organisation von
Veranstaltungen und Ausstellungen veröffentlicht. Ihre Kunstwerke sollen ein Bewusstsein
für Umweltprobleme schaffen. Deshalb überführen sie oft wissenschaftliche Daten in
Klangkunst, Fahrzeug-basierte Kunst, Lichtinstallationen, mobile Medienkunst sowie BioArt. Polli ist Professorin für Kunst und Ökologie an University of New Mexico (UNM) mit
der Mesa Del Sol Professur für digitale Medien und AG-Leitung zu sozialen Medien am
Center for Advanced Research Computing.
www.andreapolli.com
Jutta Ravenna (1960), Klangkünstlerin.
Im Grenzbereich zwischen Bildender Kunst und Musik erforscht sie intermodale Wahrnehmungsqualitäten im Verhältnis von Hören und Sehen. Ihre Installationen entwirft die Künstlerin seit 1994 meist bezogen auf eine konkrete Situation vor Ort. Ravenna ist mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland und auf Festivals vertreten, u. a.: Filmfestspiele Sao Paulo, Klangturm St. Pölten, Festival für Musik und Licht Berlin, Singuhr Hoergalerie Berlin, Villa Contarini Padua, Deutsche Telekom Berlin, Akademie der Künste Berlin. Ravenna ist Mitinitiatorin der Reihe „Klangkunst im Dialog“ der Berliner Gesellschaft für Neue Musik. http://www.jutta-ravenna.com Lula Romero, Komponistin. Nach ihren Abschlüssen in Komposition, Klavier und Kunstgeschichte führt sie derzeit ein künstlerisches Promotionsprojekt in Komposition an der Biografien 9 Kunstuniversität Graz in Österreich durch. Romero erforscht in ihrer kompositorischen Arbeit die Phänomene von Raum in der Musik in Hinsicht auf Struktur und Material sowie deren Beziehung zu Theorien und Praktiken von Feminismus und Fragen sozialer Gleichberechtigung. Giga-Hertz Produktionspreis 2014 des ZKM | SWR Experimentalstudios, Kompositionsstipendium des Berliner Senats 2015 und 2012, BerlinRheinsberger Kompositionspreis 2011, Künstlerresidenz im Deutschen Studienzentrum in Venedig 2017. Ihre Portrait-CD in der Reihe Edition Zeitgenössische Musik (Wergo) des Deutschen Musikrats ist in Vorbereitung. http://www.lularomero.com/ Marion Saxer (1960), Musikwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für zeitgenössische
Musik und Klangkunst am Institut für Musikwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt
und Dozentin der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Ihre Forschungsschwerpunkte
sind: Musik im Medienwandel, die Interpretation zeitgenössischer Musik,
gattungsübergreifende künstlerische Entwicklungen, zeitgenössisches Musiktheater, der
Experimentbegriff in der Musik. Zu ihrer Tätigkeit gehört die Planung von Tagungen und
Gesprächsreihen. Sie ist Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitschrift Positionen sowie
Autorin und Herausgeberin zahlreicher Schriften zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.
Marcus Schmickler (1968), Komponist.
Er studierte Komposition bei Prof. Johannes Fritsch und Elektronische Musik bei Prof. Hans-Ulrich Humpert an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln sowie Musikwissenschaft an der Universität Köln. In seinen Arbeiten erforscht Schmickler erweiterte Methoden zur Komposition von wahrnehmungsspezifischen Eigenheiten im Klang und deren Spatialisierung. Kompositionen Elektronischer Musik, teilweise mit Chor, Kammerensemble und Orchester, Medienkompositionen und installative Arbeiten. Seine Musik erscheint u. a. bei den Labels editions Mego, a-Musik und Mille Plateaux. Kurator, Jurymitglied des Deutschen Musikrates und des Bundesfachausschusses Neuer Musik, Autor (Sonifikation und Musikästhetik). Er lehrt music/sound am Bard College, USA und Medienkomposition an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. piethopraxis.org Julia H. Schröder, promovierte Musikwissenschaftlerin. Forschungsschwerpunkte in zeitgenössischer Kunstmusik, Musik des 20. Jahrhunderts, Klangkunst, grafischer Notation, Musik und Tanz sowie Musik/Sounddesign im Theater, Sound Studies, Harfenmusik und Konzertsituationen. Dazu Buchpublikationen und Vorträge. Forschungs- und Lehrtätigkeit an verschiedenen Berliner Universitäten, gegenwärtig am Masterstudiengang Sound Studies and Sonic Arts der Universität der Künste Berlin. Stephanie Schroedter, habilitierte Musik- und Tanzwissenschaftlerin. Sie arbeitet seit ihrer Promotion am Institut für Musikwissenschaft der Universität Salzburg, Abteilung Tanz und Musiktheater, an der Schnittstelle von Tanz- und Musikwissenschaft. Der Konzeption und Durchführung eines DFG-geförderten Projektes zu Tanz- und Musikkulturen im Paris des 19. Jahrhunderts am Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth folgten mehrere Vertretungs- und Gastprofessuren in den Bereichen Tanz-, Theater- und Medienwissenschaft sowie die Mitarbeit an weiteren DFG- und SNF-geförderten Forschungsprojekten. 2015 habilitierte sie sich mit der Monographie Paris qui danse. Bewegungs- und Klangräume einer Großstadt der Moderne an der Freien Universität Berlin. http://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we07/institut/mitarbeiter/schroedter/index.html
Åsa Stjerna (1970), Klangkünstlerin.
Die schwedische Klangkünstlerin exploriert mit den
künstlerischen Medien Klang und Hören den öffentlichen Raum. In ihren ortspezifischen
Biografien 10 Klanginstallationen erforscht sie die oft verdeckten, dem Ort zugrundeliegenden historischen, sozialen und poetischen Phänomene und macht sie erfahrbar. Ihre Arbeiten werden international gezeigt und umfassen u. a. permanente Klanginstallationen in Schweden und Paris sowie Ausstellungen am KUMU Kunstmuseum in Estland, Transmediale – Festival for Art and Digital Culture in Berlin, Ultima Contemporary Music festival, Oslo und Akademie der Künste, Berlin http://asastjerna.se
Volker Straebel (1969), Musikwissenschaftler.
Forschungsschwerpunkte auf elektroakustischer Musik, der amerikanischen und europäischen Avantgarde, Performance, Intermedia und Klangkunst. Er leitet den postgradualen Master-Studiengang Sound Studies am Berlin Career College der Universität der Künste Berlin (UdK). 2009–14 leitete er das Elektronische Studio der Technischen Universität Berlin. Außerdem ist er künstlerisch tätig (komponierte Realisationen indeterminierter Werke von John Cage und eigene Stücke). Seine Publikationen befassen sich unter anderem mit Klangkunst, medienspezifischer Musik, John Cage, Alvin Lucier und Phill Niblock. http://www.straebel.de/
Martin Supper (1947), Musikwissenschaftler, Komponist, Klangkünstler.
Studium der Informatik, Linguistik und Musikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin. Zwei Jahre DAAD-Stipendiat am Instituut voor Sonologie der Rijksuniversiteit Utrecht. Dort Studium der Computermusik und Elektroakustischen Musik bei Gottfried Michael Koenig. Diplom in Informatik, Promotion in Musikwissenschaft. Professor für Elektroakustische Musik und Klangkunst an der Universität der Künste Berlin. Guest Professor am Institute for Digital Media Art des Shanghai Conservatory of Music.
udk-berlin.de/personen/detailansicht/person/martin-supper
Hans Tammen (1957), Komponist.
Projekte konzentrieren sich auf die Endangered Guitar, ein hybrides interaktives Gitarre/Software-Instrument; das Third Eye Orchestra, ein 15- köpfiges Kammerensemble mit Live Sound Processing; und das Dark Circuits Orchestra, das sich mit zeitgenössischen Praktiken elektronischer Musik auseinandersetzt. Konzerte in den USA, Kanada, Mexiko, Russland, Indien, Israel, Südafrika und vielen europäischen Ländern. Förderungen und Kompositionsaufträge von NewMusicUSA, MAPFund, Mid-Atlantic Arts Foundation, New York State Council On The Arts (NYSCA), New York Foundation For The Arts (NYFA), American Composers Forum, u. a. Hans Tammen lehrt an der School of Visual Arts (SVA) in New York. http://www.tammen.org
Jan Thoben, Musikwissenschaftler und Kunsthistoriker.
Er ist Mitherausgeber des Print- und Onlinekompendiums www.see-this-sound.at. Er arbeitet insbesondere zur Kultur- und Wissensgeschichte der Audiovisualität sowie zu Fragen der Intermedialität in Klangkunst und Videokunst. Jan Thoben war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, derzeit an der Kunsthochschule Mainz, und ist Lehrbeauftragter am Masterstudiengang Sound Studies and Sonic Arts der Universität der Künste Berlin. Stefan Weinzierl (1967), Professor für Audiokommunikation an der Technischen Universität Berlin. Leiter des Fachgebiets, Forschungsdekan der Fakultät I –
Geisteswissenschaften. Sprecher der DFG-Forschergruppe „Simulation und Evaluation
akustischer Umgebungen (SEACEN)“. Wissenschaftlicher Leiter der Hybrid-Plattform.
Physik- und Tonmeister-Studium, Promotion im Fach Musikwissenschaft. Tätigkeiten als
Biografien 11 freischaffender Pianist und Liedbegleiter sowie als Tonmeister und Aufnahmeleiter (Deutscher Schallplattenpreis 1997).http://www.ak.tu-berlin.de/
Iannis Xenakis (1922–2001), Komponist.
Als illegaler Immigrant in Paris begann Xenakis
1947 zunächst als technischer Zeichner und bald darauf auch als Architekt, im Büro von Le
Corbusier zu arbeiten, während er gleichzeitig komponierte. Ideen zur gegenseitigen
Übertragbarkeit von architektonischen und musikalischen Formen erweiterte er im Laufe
seines Schaffens auf ein mathematisch basiertes Konzept von Strukturäquivalenz.
Maschinelle Übersetzung von Zeichnung in Klang ermöglicht das von ihm 1977 entwickelte
UPIC (Unité Polyagogique Informatique CEMAMu), ein Computer zur Klangsynthese mit
grafischem Interface. Xenakis zählt mit instrumentalen und elektroakustischen
Kompositionen zu den bedeutendsten Komponisten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Xenakis: Musique formelle (1963); englisch: Formalized Music (1971, 1992).
http://www.iannis-xenakis.org/
YoHa (Matsuko Yokokoji und Graham Harwood), Medienkünstler.
Graham Harwood und Matsuko Yokokoji leben und arbeiten seit 1994 zusammen. YoHas grafische Vision und technische Frickelei hat zahlreiche erfolgreiche Arbeiten hervorgebracht. Harwood und Yokokoji sind Mitbegründer des Künstlerkollektivs Mongrel (1996–2007), das auf digitale
Medien spezialisiert ist und Mediashed (2005–2008) betrieb. 2008 produzierte YoHa mit
ihrem langjährigen Kollegen Richard Wright Tantalum Memorial (erster Preis der
Transmediale 2009). Ihre Arbeiten sind für den BAFTA Preis nominiert worden und Teil der
permanenten Sammlungen des Centre Pompidou Paris und des ZKM in Karlsruhe.
http://yoha.co.uk/